Traumazentrierte Fachberatung

 

Manchmal reicht eine psychosoziale Beratung nicht aus, um Probleme nachhaltig zu lösen. In diesen Fällen bietet sich eine traumazentrierte Fachberatung an. In der Traumafachberatung wird - ähnlich einer Psychotherapie - prozesshaft gearbeitet. Die einzelnen Lernschritte erfolgen in dem Tempo, das bewältigt werden kann.

 

Eine Traumakonfrontation, das heißt das Durcharbeiten eines traumatischen Ereignisses, findet nicht in der traumazentrierten Beratung, sondern in der Traumatherapie statt. Beide Arbeitsformen ergänzen sich und können unabhängig voneinander in Anspruch genommen werden.

 

Traumazentrierte Fachberatung richtet sich an Privatpersonen und an Mitarbeitende im beruflichen Kontext. Sie vermittelt Wissen und Methoden, um beispielsweise in der Erziehungspartnerschaft Elternteilen Sicherheit, Möglichkeiten zur Verantwortungsübernahme und Neugestaltung von Beziehung zum eigenen Kind zu ermöglichen.

 

 

Beratungsziele können sein ...

 

... Verständnis entwickeln für traumabedingtes Erleben und Verhalten
... Zugänge zu Kraftquellen stärken
... Anerkennung der eigenen Lebensleistung
... Würdigung blockierender Anteile
... Einüben von Distanzierungstechniken
... Belastungsreduktion.

 

 

Mögliche Beratungsmethoden:

  • Psychoedukation: Damit ist das Erklären von Verhaltensweisen aus neurobiologischer Sicht gemeint, um sich selbst besser zu verstehen.
  • Stabilisierungsübungen: Diese ermöglichen den Alltag besser zu bewältigen und sich einen sicheren, äußeren Rahmen zu schaffen.
  • Ressourcenübungen: Ausnahmslos alle Menschen verfügen über eine Vielzahl an Ressourcen, die - bewusst genutzt - den Lebensalltag erleichtern und so auch die eigene Stabilität erhöhen.
  • Übungen aus dem Bereich "Stressmanagement": Allein die Bewältigung des Alltags fordert häufig schon heraus. Übungen zur Stressreduktion werden eingesetzt, um einer Überflutung entgegenzuwirken.
  • Distanzierungstechniken: Wie der Name schon sagt, dienen die Übungen der inneren Distanzierung - und zwar entweder zum traumatischen Geschehen oder zu Situationen, die an das traumatische Ereignis erinnern (sogenannte Trigger). Dazu wird die Vorstellungskraft über innere Bilder genutzt.

 

Das Ziel ist eine verbesserte Selbstfürsorge und Lebensqualität.

 

-> Die Kosten werden nicht von den Krankenkassen übernommen und müssen privat finanziert werden. Im beruflichen Bereich übernimmt ggf. der Arbeitgeber die Kosten.