Systemische Aufstellungen

 

 

Was ist und für wen eignet sich Aufstellungsarbeit?

Wer kennt das nicht? Sorgen und Konflikte mit Lösungsversuchen, die nicht fruchten. Stattdessen führen diese zu Selbstzweifeln, zum nächtlichen Grübeln und irgendwann der Idee, dem problematischen Thema nicht gewachsen zu sein. Möglicherweise mangelte es bisher an der passenden Lösungsmethode?

 

Die Aufstellungsarbeit ist eine außergewöhnlich effektive Methode, um an belastende Fragen oder vermeintlich unlösbare Themen mit Unterstützung einer Gruppe heranzugehen. Dabei zeigen sich Lösungswege, die beim Nachdenken allein oder im Dialog nicht sichtbar werden konnten. Zur Bearbeitung eignen sich Erziehungs- und Partnerschaftsthemen, Probleme am Arbeitsplatz, in der jetzigen Familie (Gegenwartssystem), der Herkunftsfamilie usw. Interessierte können die Methode erst kennenlernen - Sie entscheiden selbst, in welcher Rolle Sie teilnehmen. Alle Teilnehmenden können sich direkt als Stellvertreter*in zur Verfügung stellen oder das Geschehen erst kritisch verfolgen und später dann aktiv an der Aufstellung mitwirken.

 

Da die Grundannahme der Aufstellungsarbeit ist, dass alle Menschen in einem größeren Zusammenhang stehen und unbewusst Wissen über das eigene Herkunftssystem und über andere Systeme in sich tragen, sind in der Regel alle Stellvertreter*innen geeignet. Es gibt dabei kein "richtig" oder "falsch". Eine Aufstellung bildet selten 1:1 die Wirklichkeit ab, aber es zeigt sich ein lebendiges Bild, mit dem gearbeitet wird. Damit wird eine neue Sichtweise möglich und der Lösungsweg kann sich Schritt für Schritt entwickeln.

 

 

Einzelarbeit

 

In der Einzelarbeit wird mit einem System- bzw. Familienbrett gearbeitet. Der Fokus liegt auf dem mitgebrachten Anliegen und die Themen anderer bleiben - anders als bei der Arbeit in der Gruppe - außen vor. Auch hier eignen sich fast alle Themen. Daneben gewährleistet die Einzelarbeit einen geschützten Rahmen für scham- oder schuldbesetzte sowie stark belastende Themen, bei denen keine Form der Öffentlichkeit erwünscht ist.

 

Vorgehen

 

Methodisch wird so vorgegangen, dass Figuren ausgewählt und auf einem Brett aufgestellt werden. Das Ausgangsbild lässt bereits Beziehungen zueinander deutlich erkennen. Die aufstellende Person fühlt sich nach und nach - soweit wie möglich und nicht mehr als nötig - in die Figuren ein. Die Figuren wurden dafür sehr sorgfältig ausgewählt. Sie deuten Augen und Nase an, besitzen aber keinen Mund. Somit verkörpern sie keinen eigenen Ausdruck und die Aufstellung bleibt vorerst ergebnisoffen.

 

Neben Mädchen- & Jungen- sowie Frauen- & Männer-Figuren gibt es Helfer- und Täterfiguren, die bei besonders belastenden Themen Verwendung finden.