Trauma

 

Ein Trauma entsteht durch ein Ereignis, das die üblichen Bewältigungsstrategien eines Menschen überfordert. Gefühle wie Angst, Kontrollverlust und/oder Hilflosigkeit prägen das Erleben in einer traumatischen Situation.

 

Menschen, die Vernachlässigung, Unfälle, Verluste, körperliche oder sexuelle Gewalt, Kriegseinwirkungen, Flucht usw. erlebt haben, drücken durch ihr Verhalten aus, dass extremer Stress und Belastung zu ihrer Biografie dazugehört(e).

 

Werden Traumata nicht bearbeitet, entwickeln sich in der Regel Folgestörungen, die bis hinein in das gegenwärtige Leben wirken. Diese zeigen sich durch intensive Impulse (beispielsweise Wut), die nicht oder kaum kontrolliert werden können genauso wie durch Dumpfheit, Leere-Empfinden oder Apathie. Gerade bei Kindern werden Traumafolgestörungen häufig mit anderen Auffälligkeiten, wie Entwicklungsverzögerungen verwechselt. Nicht selten werden traumaerfahrenen Kindern Ungehorsamkeit und Boshaftigkeit unterstellt. 

 

Die dauerhafte Folge von unbearbeiteten Folgestörungen können psychosomatische Erkrankungen sein sowie Schwierigkeiten in der Kita, in der Schule, in der Ausbildung, im Beruf oder in der Partnerschaft, Erziehungsprobleme, Suchterkrankungen, Essstörungen, Schlafstörungen etc.