Traumapädagogik

 

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass herkömmliche pädagogische Interventionen bei Traumafolgestörungen wenig oder gar nicht wirksam sind. Fachkräfte, die mit Traumafolgestörungen im pädagogischen Alltag in der Kita bzw. der Schule konfrontiert werden, sind sowohl fachlich als auch persönlich auf eine besondere Art und Weise herausgefordert.

 

Die Traumapädagogik stellt ein Gesamtkonzept dar, das sich an den Erkenntnissen der Psychotraumatologie, der Erziehungswissenschaften, der Bindungstheorie, der Resilienzforschung und der Traumatherapie orientiert. Traumapädagogisch ausgebildete Fachkräfte verfügen über unterschiedliche Methoden und Konzepte, um belastete Kinder sensibel und wirksam begleiten zu können. Sie teilen u. a. die Haltung, dass alles, was ein Kind zeigt, aus dessen Geschichte heraus Sinn macht („Konzept des guten Grundes“). Das Ziel ist die Stabilisierung der Kinder, wofür die pädagogische Einrichtung als sicherer Ort mit verlässlichen und vertrauensvollen Beziehungen die Grundlage bildet.

 

Fortbildungsziele:

  • Einnehmen einer traumasensiblen Haltung
  • Reflexion des beruflichen Handelns auf Grundlage der vermittelten Fortbildungsinhalte
  • Kennenlernen und Einüben von traumapädagogischen Methoden
  • Erweiterung der individuellen Handlungskompetenzen in herausfordernden Situationen mit Kindern

 

Die Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung oder abgeschlossenem Studium aus der Kinder- und Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen, therapeutischen Praxen etc. mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld; Ausnahmen sind in begründeten Fällen nach Rücksprache möglich.

 

-> Der Umfang der Fortbildung, die Kosten sowie die weiteren Rahmenbedingungen erfolgen nach Absprache.