Traumazentrierte Fachberatung - oder kurz: Traumafachberatung - ist ein Angebot für Menschen, die selbst Trauma erlebt haben oder in Kontakt zu einem Erwachsenen/Kind mit Traumaerfahrung stehen (privat oder beruflich).
Wesentlich dabei ist, nicht alleine zu bleiben und angemessene Hilfestellung zu erhalten.
Traumafachberatung liegen die Standards der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) sowie dem Fachverband Traumapädagogik e.V. zu Grunde.
Fokus: Lebensweltorientierte Hilfen.
Beratung von Bindungs- bzw. Bezugspersonen im Umgang mit traumatisierten Kindern
Unterstützung bei der Gestaltung sicherer Bindungsangebote
Alltagshilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte (Co-Regulation, Struktur, Entlastung)
Einüben von Bodenkontakt-, Atem- und Achtsamkeitsübungen
Entwicklung individueller „Notfallkoffer“ (Skills, Gegenstände)
Förderung von Körperwahrnehmung
Umgang mit Triggern im Alltag
Aktivierung und Aufbau sicherer sozialer Kontakte
Begleitung von Gesprächen (z. B. in der Kita, Familie)
Training sozialer Kompetenzen (z. B. Grenzen setzen, Bedürfnisse äußern)
Erklärung von Trauma-Folgen („Warum reagiere ich so?“)
Normalisierung von Symptomen (z. B. Flashbacks, Übererregung)
Vermittlung von Selbstregulationsstrategien im Alltag
Herausarbeiten von Stärken und Bewältigungsstrategien
Förderung von Selbstwirksamkeit
Biografiearbeit mit Fokus auf gelungene Erfahrungen
Unterstützung bei Haushalt, Finanzen, Organisation, Arztbesuchen
Hilfe bei Formularen, Anträgen, Schriftverkehr
Vernetzung mit anderen Hilfesystemen (Therapie, Medizin, Schule)
Traumafachberatung dient Betroffenen, An- und Zugehörigen durch ...
- Stabilisierung ( ... damit es dem Kind oder mir wieder besser geht, z. B. das Kind Freund*innen findet und teilhaben kann
...)
- Wissenserwerb zu traumabedingtem Erleben und Verhalten ( ... deshalb verhält sich (m)ein Kind so ...)
- Reduktion von Belastung ( ... ich sage "nein" zu dem, was mir nicht gut tut ... )
- Absicherung/Wiederherstellung der Gesundheit ( ... das, was mir gut tut, mache ich wieder und noch mehr ... )
- Schutz vor Sekundärtraumatisierung ( ... ich vermeide bestimmte
Wahrnehmungen, z. B. gewaltvolle Bilder und Filme in den Medien ... )