Traumazentrierte Fachberatung - oder kurz: Traumafachberatung - ist ein Angebot für Menschen, die selbst Trauma erlebt haben oder in Kontakt zu einem Erwachsenen/Kind mit Traumaerfahrung stehen (privat oder beruflich).

 

Wesentlich dabei ist, nicht alleine zu bleiben und angemessene Hilfestellung zu erhalten.

 

Traumafachberatung liegen die Standards der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) sowie dem Fachverband Traumapädagogik e.V. zu Grunde.

 


 

Fokus: Lebensweltorientierte Hilfen.

 

🏡Alltagsstruktur & Stabilisierung im Kontext Kita/Familie

  • Beratung von Bindungs- bzw. Bezugspersonen im Umgang mit traumatisierten Kindern

  • Unterstützung bei der Gestaltung sicherer Bindungsangebote

  • Alltagshilfen für Eltern und pädagogische Fachkräfte (Co-Regulation, Struktur, Entlastung)

  • Entwicklung von kleinen, erreichbaren Zielen

🧘Stabilisierung & Selbstregulation

  • Einüben von Bodenkontakt-, Atem- und Achtsamkeitsübungen

  • Entwicklung individueller „Notfallkoffer“ (Skills, Gegenstände)

  • Förderung von Körperwahrnehmung

  • Umgang mit Triggern im Alltag

  • Unterstützung beim Aufbau sicherer Orte (real und innerlich)

🧑‍🤝‍🧑Soziale Unterstützung

  • Aktivierung und Aufbau sicherer sozialer Kontakte 

  • Begleitung von Gesprächen (z. B. in der Kita, Familie)

  • Training sozialer Kompetenzen (z. B. Grenzen setzen, Bedürfnisse äußern)

🧠Psychoedukation (alltagsnah vermittelt)

  • Erklärung von Trauma-Folgen („Warum reagiere ich so?“)

  • Normalisierung von Symptomen (z. B. Flashbacks, Übererregung)

  • Vermittlung von Selbstregulationsstrategien im Alltag

💬Ressourcenaktivierung

  • Herausarbeiten von Stärken und Bewältigungsstrategien

  • Förderung von Selbstwirksamkeit

  • Biografiearbeit mit Fokus auf gelungene Erfahrungen

🎯Praktische Lebenshilfe

  • Unterstützung bei Haushalt, Finanzen, Organisation, Arztbesuchen

  • Hilfe bei Formularen, Anträgen, Schriftverkehr

  • Vernetzung mit anderen Hilfesystemen (Therapie, Medizin, Schule)

⚖️Haltung in der Beratung

  1. Transparenz und Verlässlichkeit
  2. Tempoanpassung (keine Überforderung)
  3. Ressourcenorientierung

 

Traumafachberatung dient Betroffenen, An- und Zugehörigen durch ...

 

Stabilisierung ( ... damit es dem Kind oder mir wieder besser geht, z. B. das Kind Freund*innen findet und teilhaben kann ...)
Wissenserwerb zu traumabedingtem Erleben und Verhalten ( ... deshalb verhält sich (m)ein Kind so ...)

- Reduktion von Belastung ( ... ich sage "nein" zu dem, was mir nicht gut tut ...
Absicherung/Wiederherstellung der Gesundheit ( ... das, was mir gut tut, mache ich wieder und noch mehr ... )
- Schutz vor Sekundärtraumatisierung ( ... ich vermeide bestimmte Wahrnehmungen, z. B. gewaltvolle Bilder und Filme in den Medien ... )